Sein eigener Chef sein – Überlegungen zur Unternehmensgründung

Bern, 7. November 2016

Kennen Sie das Gefühl, dass Sie als Vorgesetzter vieles anders und natürlich besser machen würden? Oder wünschen Sie sich flexiblere Arbeitszeiten? Vielleicht sind Sie auch an einem Punkt in Ihrer beruflichen Laufbahn angekommen, wo Sie gerne etwas machen würden, das Ihnen selbst am Herzen liegt? Und heißt es nicht eigentlich auch: „Mache dein Hobby zum Beruf und du wirst nie wieder arbeiten“? Wenn Sie in Ihrem jetzigen Job bereits Ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, dann gratulieren wir Ihnen! Aber für alle anderen bleibt eigentlich nur eine Lösung – ein eigenes Unternehmen gründen. Allerdings sollte ein solcher Schritt wohl überlegt sein, denn die Sicherheit, die ein unbefristeter Arbeitsvertrag mit sich bringt, ist dann Geschichte.
Trotzdem gibt es viele erfolgreiche Beispiele. Im Folgenden, ein paar Überlegungen, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen können.Überlegen Sie sich als Erstes, ob Sie wirklich bereit sind, diese Verantwortung für sich und ggf. Ihre Familie zu übernehmen. Sind sie anpassungsfähig, stressresistent, kreativ und behalten selbst in den chaotischsten Momenten den Überblick? Gut, denn alle diese Eigenschaften brauchen Unternehmensgründer. Seien Sie sich dessen bewusst, dass Sie, zumindest in der Anfangsphase, viel länger arbeiten werden müssen, als in Ihrem Vollzeit-Angestellten-Job. Deswegen ist es wichtig, auch Ihren engsten  Familien- und Freundeskreis in die Entscheidungsfindung einzubeziehen, denn Sie werden auf ihre Hilfe und ihr Verständnis angewiesen sein. Sollte alles nach Plan laufen und Ihr Unternehmen erfolgreich sein, werden Sie potentiell auch zum Arbeitgeber werden. Sind Sie ebenfalls bereit, die Verantwortung für ihre Angestellten und deren Arbeitsplätze zu tragen?Jedes Startup braucht eine gute Geschäftsidee. Im Idealfall haben Sie bereits eine gute. Falls nicht, müssen Sie genau überlegen, in welchem Gebiet Ihre Stärken liegen. Die Herausforderung, der Sie sich stellen müssen, ist herauszufinden, was Ihre Leidenschaft ist und wie man damit Geld verdienen kann. Lassen Sie sich von den Geschichten und Erfahrungen anderer Unternehmensgründer inspirieren und nutzen Sie das Internet als bequemste Recherchequelle, um sich Tipps von Unternehmern und Wirtschaftsexperten zu holen. Berücksichtigen Sie dabei, dass potentielle Kunden nur für Dinge oder Dienstleistungen zu zahlen bereit sind, die sie entweder physisch oder emotional brauchen. Schauen Sie sich auch den Markt genau an. Ist Ihre oder eine ähnliche Idee schon umgesetzt worden? Wenn ja, dann mit welchen Erfolg? Natürlich ist Konkurrenz auf dem Markt, nicht zuletzt im Interesse der Kunden, willkommen, jedoch sollten Sie lieber umdenken, wenn der Markt schon überfüllt ist und Ihre Idee keine neuen Ansätze bringt.Unterschätzen Sie auch nicht die Wichtigkeit einer genauen Kostenrechnung. Viele Startups scheitern am unrealistischen Budget. Damit Ihnen das möglichst nicht passiert, stellen Sie eine genaue Liste aller bekannten und erwarteten Kosten auf. Wieviel Startkapital brauchen Sie? Und wie schnell wird es voraussichtlich wieder durch die Einnahmen gedeckt? Mit anderen Worten, machen Sie sich einen genauen Businessplan, der Ihnen hilft, den finanziellen Überblick zu wahren, aber auch um die Bank oder mögliche Investoren für Ihr Projekt zu begeistern.Ob sich das Risiko letztendlich für Sie lohnt, können nur Sie entscheiden. Jedes Unternehmen hat einmal klein angefangen…

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